Klangspielwiese

Das Musikzelt Klangspielwiese

 

Die Vorgeschichte (in kurzer Form):

Seit Ende der 1980er Jahre habe ich erste Erfahrungen mit improvisierter Musik gemacht, zunächst mit einem Hackbrett, Trommeln, einer türkischen Saz, einer Kalimba und ein paar anderen Instrumenten.

1994 habe ich in meiner Reise- Zeit auf Festivals die grossen pentatonischen Stringboards kennengelernt und durfte mal auf ihnen spielen.

Im Juli 1995 habe ich mir ein Paar Stringboards gekauft und mich ab diesem Zeitpunkt viele Jahre hauptsächlich mit Strassenmusik finanziert.

In diesem Rest- Sommer 1995 hatte ich mit diesen Stringboards auf Festivals ganz besondere musikalische Momente erlebt und es entstand in mir der Wunsch/ die Vorstellung, daraus ein eigenes Musik- Projekt zu entwickeln.

 

Im Frühjahr 1996 bekam ich das Angebot, das bunte Regenbogenzelt zu übernehmen und wir haben zu dritt auf dem Festival in Moers einen Probelauf als Musikzelt gemacht. Wir hatten 6 Stringboards und es hatten sich etwa 30- 40 Trommler eingefunden, sodass ich mir dieses Projekt zunächst nicht zugetraut habe. So hat es erstmal Holger, der Entwickler der Stringboards gekauft.

Wir haben es als Musikzelt/ Session- Treff 1996 und 1997 auf dem Folk- Festival in Ingelheim und dem Burg Herzberg - Festival weiter getestet.

Im Sommer 1998 hat Holger mir angeboten, das Zelt mal mitzunehmen und weiter auszuprobieren. In der zweiten Sommer- Hälfte haben wir mit mehreren Menschen eine Art Testreise als Musikzelt gemacht.

Dies war eine sehr schöne Zeit und ich wusste:

Das will ich machen und weiter entwickeln.

Im kommenden Jahr 1999 habe ich dann das Zelt bezahlt, war damit aber meist alleine und noch etwas zögerlich unterwegs.

Im Jahr 2000 bin ich wieder sesshaft geworden und war in einem Musikverein sehr aktiv.

 

Das Musikzelt als Mitmach- Orchester mit pentatonischen Instrumenten

Seit dem Burg Herzberg Festival 2001 gestalte ich nun mein Musikprojekt „Klangspielwiese im Regenbogenzelt“. Dies ist ein Mitmach- Orchester für jung und alt in einem bunten Zelt von ca. 5 Metern Durchmesser, das mit einem Teppich, einigen Hockern zum Sitzen eingerichtet und mit vielen verschiedenen pentatonischen und Percussions-Instrumenten ausgestattet ist.

 

Der pentatonische Aufbau ohne Halbtonschritte erzeugt wohltuende Klänge, da die Töne zueinander passen. Es sind 5 Töne innerhalb einer Oktave. Ich nutze die Tonfolgen C- D- F- G- A- C oder auch

C- D- E- G- A- C).

Diese Art der Musik (- Instrumente) erlauben ein Einsteigen und Mitmachen sowie ein Erfolgserlebnis auch für Menschen, die keine musikalische Vorbildung haben. Dies gilt natürlich auch für Menschen, die selbst ein Instrument spielen.

Grundlage der Musik(zelt)- Aktionen ist mein Spiel der sogenannten „Stringboards“, die durch eine Oktav- Unterteilung des Instruments

 eine meditativ- sphärische Grundstimmung erzeugen. 

Die Saiten laufen auf 1/3 der Saitenlänge über einen Steg und unterteilen die Saiten in eine hohe und tiefe Oktave. Wenn eine Saite auf der rechten oder linken Seite des Steges angespielt wird, schwingt die andere Seite mit und es entsteht ein sehr obertonreicher Klang.

 

Stringboards werden meistens mit Schlägern gespielt werden.

Sie wurden in den 1980er Jahren von Holger Brasen neu entwickelt.

Zu diesen Klängen können die Gäste im Zelt auf den unterschiedlichsten anderen Instrumenten einsteigen. Diese sind auf die gleichen 5 Töne eingestimmt.

 

Mit dabei sind einzelne Saiteninstrumente, die mit Schlägern oder Bogen gespielt werden (andere Stringboards, Saitentamburin, Obertongeigen, Streichpsalter). Auch Schlag- Instrumente (Balaphon, Metallophone, Xylophone, Glockenspiele), die mit Klöppeln gespielt werden, sind vorhanden sowie mehrere Kalimbas (Daumenklavier).

Manche Instrumente sind auf einzelne der Töne gestimmt wie das Monochord- alle Saiten auf C oder die Reise- Tambura F- F- C-c). Ergänzt wird das Equipment durch viele verschiedene Percussions- Instrumente wie Trommeln, Rasseln, Ratschen etc. sowie Obertonflöten und Didgeridoos (die Holzblas- Instrumente der Ureinwohner Australiens). Mehr dazu gibt es unter der Rubrik Instrumente.

 

Durch den pentatonischen Aufbau der Instrumente kann auf eine einfache und unkomplizierte Art eine wohlklingende und lebendige Atmosphäre aufgebaut werden, zu der alle Beteiligten ihren eigenen Beitrag leisten.

 

Wenn die Beteiligten etwas Taktgefühl haben, entsteht häufig einfach  schöne und zum Teil dynamisch- kraftvolle Musik.

Bei vielen kleinen Kindern im Zelt ist es für diese mindestens eine interessante und besondere Lern- Erfahrung, auch wenn es dann schon mal etwas chaotische Züge aufweist.

 

Das Projekt Klangspielwiese ist schon bei den unterschiedlichsten Altersgruppen gut angenommen worden. Ich habe seit 20 Jahren  Aktionen in Kindergärten und Schulen, war bei Gemeindefesten dabei, war auf Musik- Festivals, Landesgartenschauen, in Senioren – und auch Behinderten – Heimen- siehe Rubrik: Die Aktionen der Klangspielwiese....

 

In der Regel bin ich gebucht und biete das Einsteigen und Mitspielen für mehrere Stunden an (z. B. von 15 bis 18 Uhr auf einem Sommerfest im Kindergarten, aber auch von 11 bis 18 Uhr auf einem Gemeindefest bis zu 4 Tagen im Kinderland auf dem Burg Herzberg- Musikfestival oder 5 Tage hintereinander auf der Landesgartenschau Baden Württemberg..).

 

Das Ausprobieren dieser vielen verschiedenen Instrumente ist für alle Beteiligten ein einmaliges Erlebnis, besonders für Kinder. Generationsübergreifendes Musizieren mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren ist dabei besonders schön, weil es nur noch ein Miteinander gibt und keine Bewertung mehr in gross und klein, gut oder schlecht....

Es ist ein kreatives Miteinander und auch eine menschlich- musikalische Begegnungsstätte.

Manchmal hat es sogar Happening- Charakter.

 

Mit dem Musikzelt Klangspielwiese, bestückt als Mitmach- Orchester mit pentatonischen Instrumenten ging es im Sommer 2001 los, im Kinderland auf dem Burg Herzberg- Musikfestival.

In den Jahren 1996 bis 1999 gab es eine längere Phase, in der ich mich an dieses Projekt sozusagen herangetastet habe. Darüber gibt es an anderer Stelle mehr.


 

 

 

 

 

 

Kontakt:

Walter von Lingen

Drecken 2

32694 Dörentrup

 

05265 / 955447

0173 / 8430949

klangspielwiese(at)web.de

 

Auf meiner Facebookseite: Termine, Aktuelles und Kommunikation. Zu finden bei Facebook ebenfalls unter "Klangspielwiese".

Dort habe ich in den letzten Jahren viele kleine Berichte und Fotos gepostet.

Musiktreff Klangspielstube

Klangspielraum
Klangspielraum
Meine Family Band
Meine Family Band
Auf den Tischen liegen pentatonische Instrumentee
Einige Instrumente