Klangspielraum

 

Es gibt für interessierte Menschen die Möglichkeit, diese Klangerfahrungen auch in anderem Rahmen zu erleben. Dabei gestalte ich / wir einen Raum mit den verschiedenen Instrumenten, den Klangspielraum. In diesem Raum bekommen unterschiedliche Gruppen auch nacheinander eine Vorstellung der verschiedenen Instrumente und anschliessend können sie diese Instrumente in einer Art Klangerlebnis ausprobieren. Diese Aktionen können zum Beispiel etwa so stattfinden: 3 Schulklassen bekommen an einem Vormittag jeweils eine Schulstunde lang eine Vorstellung der Instrumente incl. Spielzeit oder an einem Nachmittag können die BewohnerInnen in einem Seniorenheim in 2- 3 Gruppen diese Instrumente kennenlernen. Dabei steht das Spielen der Instrumente im Vordergrund. Dieser Klangspielraum als Projekttag eignet sich sehr gut für Schulen, Kindergärten, Senioren- und Behindertenheime und ähnliche Institutionen. In einem solchen Rahmen ist es möglich und sinnvoll, diese Aktionen mit kleinen Übungen zu bereichern.

Den musikalische Teppich von den meisten dieser Aktionen bildet das Spiel der sogenannten Oberton- Stringboards. Diese Instrumente wurden von Holger Brasen entwickelt, sind auch pentatonisch aufgebaut, mit Klaviersaiten bespannt und haben einen Steg auf 1/3 der Saitenlänge, was eine Teilung in 2 Oktaven mit den gleichen Tönen vorgibt. Sie werden wie ein Hackbrett mit Schlägern gespielt. Durch das Anspielen auf einer Seite des Steges wird die andere automatisch mit angespielt und es entstehen viele Obertöne, was einen meditativ / sphärischen Klang erzeugt. Üblicherweise werden sie als Paar in 2 verschiedenen Grössen gespielt, sodass beim Spielen 5 Töne in 3 verschiedenen Oktaven angespielt werden können. Bei meinen Aktionen und Mitmach- Orchestern benutze ich meistens die Tonfolge C – D – F – G – A – C . Zu den Klängen der Stringboards in meiner meditativ- ruhigen Spielweise dürfen die Gäste die anderen Instrumente ausprobieren. Sie sind die Basis für das Projekt.

Das Spielen und spielerische Kennenlernen der verschiedenen anderen Instrumente kann bei Interesse anhand von kleinen Übungen vertieft werden.

A) So kann zum Beispiel das Rhythmusgefühl durch rhythmisches Klatschen oder kleine Ta Ke Ti Na – Runden gestärkt werden. Dabei können die Teilnehmer im Rhythmus laufen, den 4/4 Takt mit Silben betonen und z. B. auf Ta und Ti klatschen.

B) Es können die Instrumente nacheinander einsteigen wie zum Beispiel erst die Saiteninstrumente wie Stringboards, Monochord, Streichpsalter, Obertongeigen, Saitentamburin, Tambura, dann die Schlaginstrumente wie Metallophone, Balaphone, Glockenspiele, Schlitztrommel und zum Schluss die Percussionsinstrumente wie Trommeln, Rasseln, Ratschen usw. Dadurch ergibt sich ein sich immer weiter steigerndes Klangerlebnis.

C) Es können Solo- Runden gespielt werden, wo einzelne Instrumente auf Zuruf besonders hervorgehoben werden können bzw. sich die anderen dann etwas zurücknehmen.

D) Die MitspielerInnen können bei jeder einzelnen Runde ein Instrument weiterziehen. So können sie auch verschiedene Instrumente einmal ausprobieren.

Diese Art, das Mitmachorchester bei Schulklassen, Kindergarten-, Senioren- oder anderen Gruppen mit Übungen zu bereichern, geht kaum in der traditionell offenen Art mit meinem Musikzelt. Es hat sich bewährt und ist sinnvoll bei konzentrierten und zeitlich begrenzten Aktionen.

Bei sehr kleinen Kindern ist es eher schwierig, eine rhythmische Vorgabe durchzusetzen. Sie haben einfach Freude am Ausprobieren und hier dürfen sie das ja auch.

 

Nachtrag zum Thema Klangspielraum:

 

In den Jahren 2010 und 2011 hatten wir regelmässiger verschiedene Gruppen (Feriengruppen mit Kindern, Eltern, Grosseltern, Schulklassen, Menschen mit Handicaps, Kindergarten- Gruppen) für eine gebuchte Musik- Aktion in unserem Klangspielraum im Haus.

In ähnlicher Art und Weise haben wir eine Aktion mit dem Musikzelt in der Grundschule Löhne- Bad Oeyenhausen gestaltet, wo wir in 2 Tagen mit 8 Schulklassen ein Spontan- Orchester entwickelt haben.

Dabei habe ich folgende Vorgehensweise entwickelt:

 

Bei den Ferien- Gruppen gab es meist eine Aktion von ca. 1,5 Stunden, davon waren ca. 25 Minuten für die Vorstellung der Instrumente, ca. 35 Minuten Spielzeit in 4 thematisch unterschiedlichen Spielrunden von jeweis ca. 5 -10 Minuten.

 

1. Runde: Freies Kennenlernen des Spiels auf den Instrumenten

2. Runde: Die Instrumente setzen in der Reihenfolge nacheinander ein, wie sie aufgebaut sind, dadurch setzt eine Steigerung der Klangfülle ein.

3. Runde: Die Instrumente setzen nach Instrumenten- Gruppen nacheinander ein, meist erst die Saiten- Instrumente, dann die Schlag- Instrumente, zum Schluss die Percussions- Instrumente.

4. Runde: Wir setzen ähnlich wie bei Runde 2 oder 3 ein. Danach gibt es Solo- Runden (einzelne Instrumente sollen lauter spielen, die anderen Mitspieler sollten sich zurücknehmen). Ausserdem spielen wir mal schneller oder langsamer oder auch lauter und leiser.

 

Zu allen Runden ist die Basis und der Auftakt meine Musik auf den Stringboards. Auch übernehme ich die Rolle des Ansagers (als eine Art Orchesterleiter).

In den Pausen konnten die Mitspieler die Instrumente wechseln, damit sie verschiedene mal ausprobieren.

In der verbliebenen halben Stunde gab es noch ein geselliges Beisammen- Sein (auf der Terasse) und wer Lust hatte, konnte die vielen Instrumente noch weiter ausprobieren, ich habe dann meistens dazu noch den musikalischen Teppich gestaltet. Für die Teilnehmer wurde ein Beitrag erhoben (pro Person).

 

Für einen etwas geringeren Beitrag haben wir das Angebot an die Schuklassen gemacht ohne geselliges Beisammensein (1 Stunde Aktion).

 

Viele wussten vorher nicht, was sie erwartet, sind aber erfüllt und zufrieden wieder vom Hof gegangen. Sie hatten wirklich etwas besonderes erlebt.

 

Diese Art der Gruppen- Dynamischen Erlebnisse halte ich für sehr wertvoll und möchte sie gerne weiter anbieten.

 

Es ist sehr wohl möglich, diese Aktionen auch zum Beispiel in Schulen in 45 Minuten im Rahmen einer Schulstunde durchzuführen.

 

Kontakt:

Walter von Lingen

Drecken 2

32694 Dörentrup


05265 / 955447

0173 / 8430949

klangspielwiese(at)web.de

 

Auf unserer Facebookseite: Termine, Aktuelles und Kommunikation. Zu finden bei Facebook ebenfalls unter "Klangspielwiese".

Dort habe ich in den letzten Jahren viele kleine Berichte und Fotos gepostet.

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Klangspielstube
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Pentatonische Instrumente
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